
Betrüger treten momentan vermehrt als Insolvenzverwalter oder Insolvenzkanzleien auf und bieten angebliche Waren aus Insolvenzverfahren zu extrem günstigen Preisen an. So werden von den Kriminellen oft Autos, Maschinen oder IT-Equipment aus angeblichen Insolvenzmassen zum Kauf gegen Vorkasse angeboten.
Es beginnt mit einer seriös klingenden Mail:
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bieten Ihnen derzeit aus mehreren laufenden Insolvenzverfahren hochwertige Warenposten im Wege der freihändigen Verwertung (§ 159 InsO) an. Dazu gehören u. a. Notebooks, Transporter, Gabelstapler und weitere Fahrzeuge. Alle Positionen stammen aus gerichtlich betreuten Verfahren und werden unter Aufsicht des Insolvenzgerichts zu deutlich unter Marktwert liegenden, fairen Preisen verkauft.
Die aktuelle Bestandsliste (Stand: Februar 2026) mit Details finden Sie im Anhang. Die Verfügbarkeit kann sich schnell ändern – eine rasche Rückmeldung lohnt sich.
Zwei Angriffsziele: Ihr Geld und/oder Ihre Daten
Dieses “Spoofing” ist eine Methode, bei der Angreifer gezielt vertrauenswürdige Identitäten vortäuschen. Dafür werden beispielsweise E-Mail-Absender, Logos, Telefonnummern oder sogar ganze Websites so manipuliert, dass sie für den Empfänger seriös und echt erscheinen.
Ein typisches Vorgehen ist das Erstellen von E-Mails, die optisch und inhaltlich einer Kanzleihomepage ähneln. Die Täter hoffen darauf, dass Empfänger kleine Fehler – etwa in der E-Mail-Adresse – übersehen. So könnte aus der echten Adresse „@abc-insolvenzverwaltung.com“ eine kaum auffällige „@aabc-insolvenzverwaltung.com“ werden. Das Ziel der Betrüger ist es, an Ihr Geld zu gelangen oder schädliche Software (Malware) in Ihr Netzwerk einzuschleusen.
Spoofing erkennen und sich schützen
- Seien Sie misstraurisch: Insolvenzkanzleien wickeln Verkäufe in der Regel über professionelle Verwerter oder Auktionatoren ab.
- Vorsicht bei ungewöhnlich günstigen Angebote oder wenn hoher Zeitdruck aufgebaut wird!
- Überprüfen Sie die Absenderadresse der E-Mail – achten Sie auch auf kleinste Abweichungen!
- Nutzen Sie keine in der Mail angegebene Kommunikationswege. Googeln Sie diese oder vergewissern Sie sich im Verzeichnis der Bundesrechtsanwaltskammer
- Klicken Sie auf keine Links, Telefonnummern oder angehängte PDF-Kataloge
