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Betrüger treten weiterhin als Insolvenzverwalter oder Insolvenzkanzleien auf und bieten neuerdings Gold aus Insolvenzverfahren zu extrem günstigen Preisen an.

Auch wir hatten diese Woche eine seriös klingende Mail mit anghängtem PDF in unserem Postfach, darin wurden uns besonders günstig Krügerrand-Münzen angeboten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen eines laufenden Restrukturierungsverfahrens nach dem Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmengesetz (StaRUG) wurden wir mit der Verwertung von Vermögensgegenständen beauftragt. Die beigefügte Übersicht enthält die aktuell zur Disposition stehenden Positionen.

Unter den verfügbaren Positionen befindet sich u.a. ein Krügerrand Goldmünze (1 Unze) (Edelmetall, Mindestabnahme 5 Stück) – zu Konditionen erheblich unter dem gegenwärtigen Marktwert.

Besonders perfide: Als Absender trat angeblich ein bekannter Insolvenzverwalter einer renommierten Kanzlei auf. Kanzleianschrift, Handelsregisterangaben und weitere Kontaktdaten waren korrekt. Die Identität wurde jedoch missbräuchlich verwendet.

Zwei Angriffsziele: Ihr Geld und/oder Ihre Daten

Das Ziel der Betrüger ist es, an Ihr Geld zu gelangen oder schädliche Software (Malware) in Ihr Firmen-Netzwerk einzuschleusen; daher sprechen sie das “Schnäppchen-Gen” an.

Diese Kriminellen hoffen darauf, dass der Empfänger kleine Fehler – etwa in der E-Mail-Adresse – übersieht. So wurde aus der  echten Adresse „..@kanzlei.net ein unauffälliges @kanzlei-recht.de.

So schützen Sie sich und Ihr Unternehmen

  • Seien Sie misstraurisch: Insolvenzkanzleien wickeln Verkäufe in der Regel über professionelle Verwerter oder Auktionatoren ab.
  • Öffnen Sie auf keine Links, Telefonnummern oder angehängte PDF-Kataloge
  • Überprüfen Sie die Absenderadresse der E-Mail – achten Sie auch auf kleinste Abweichungen!
  • Nutzen Sie keine in der Mail angegebene Kommunikationswege. Googeln Sie diese oder vergewissern Sie sich im Verzeichnis der Bundesrechtsanwaltskammer 

 

 

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