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„Legal-Technology nicht zum reinen Selbstzweck, sondern wertschaffend für unsere Kunden“
Unsere Muttergesellschaft, die STP AG, feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Ein Gespräch mit dem Gründer Gunther Thies.

 

25 Jahre STP: Hättest Du das 1993 für möglich gehalten?

Anfangs natürlich nicht. Ralph (Ralph Suikat, Mitbegründer der STP; Anmerkung der Redaktion) und ich hatten zu Beginn das Ziel nur ein Unternehmen zu schaffen, das überlebensfähig ist. Wir hatten keinen Business-Plan. Erst 1,5 Jahre später haben wir  eine Vision entwickelt, mit der Insolvenzverwalter-Software WINSOLVENZ einen Marktstandard zu etablieren. Das klang damals aus den Mündern von 2 Nicht-Juristen/Informatikern -sehr vorsichtig formuliert – als recht ambitioniert. Das gesamte Team hatte jedoch daran geglaubt und keinen Zweifel daran, dass uns dies gemeinsam gelingen wird. Das Team war damals sehr klein, jedoch überaus kompetent und zugleich motiviert – bestehend aus Menschen, die meist auch noch heute bei STP in führenden Positionen tätig sind. Ende des letzten Jahrtausends ist uns jedoch bewusst geworden, dass STP ein großes Potenzial haben wird und zum führenden Anbieter für Legal Technology in der Bundesrepublik aufsteigen kann.

 

Was zeichnet STP besonders aus?

Heute sind das andere Merkmale als früher. Wir waren vor 10 Jahren ein kuscheliges bundesdeutsches, kleineres, erfolgreiches ein Produkt-Unternehmen mit einer sehr hohen Abhängigkeit von einem Markt (Insolvenzverwalter). Unser Ziel war es weitere Wachstumsfelder zu identifizieren und daraus erfolgreiche Geschäftsbereiche zu entwickeln. Daraus sollte – unter der Beibehaltung der Bodenständigkeit – ein modernes, professionell geführtes, europäisches, stark wachsendes Unternehmen entstehen, das in allen fokussierten Segmenten  eine marktführende Stellung einnimmt. Heute zeichnet STP besonders aus, dass wir unseren Mitarbeitern trotz Wachstum ein sehr hohes Maß an Eigenständigkeit und Freiheit schenken können. STP agiert sehr fokussiert in kleineren Marktnischen und verfolgt das Ziel, unsere Kunden morgen noch erfolgreicher zu machen, als sie dies heute schon sind. Legal-Technology nicht zum reinen Selbstzweck, sondern wertschaffend für unsere Kunden.

 

Mit welcher Aussage kann man Dich „auf die Palme“ treiben?

„Gunther, das was Du Dir vorstellst geht nicht, weil….“

Unsere Erfahrungen, unser Wissen und unsere Erziehung begrenzt das, was wir für möglich halten. Dies limitiert uns sehr. Ich suche Menschen an meiner Seite, die sich von Ihren Erfahrungen befreien können und grundsätzlich alles für möglich halten. Nur dadurch gelingt es, neue Wege zu beschreiten, die man vorher für unmöglich gehalten hatte. Wenn man bereit ist an Dinge zu glauben, die landläufig für nicht möglich erachtet werden, dann fokussiert man seine Energie, Wege zu suchen das vermeintlich Unmögliche zu erreichen – anstelle diese dafür zu verbraten, sich zu rechtfertigen/zu erklären, warum etwas nicht geht.

 

Auf welche Leistung bist Du besonders stolz?

Ich bin sehr stolz Menschen gefunden zu haben, die trotz meiner ausbaufähigen IT-Kompetenz an unsere Vision geglaubt haben und es heute immer noch tun.

 

Wofür hättest Du gerne mehr Zeit?

Ich habe seit kurzem wieder mehr Zeit. Der Wechsel in den Aufsichtsrat und Verbleib als Geschäftsführer der STP Holding war dadurch motiviert, dass mein Arbeitspensum wieder einen üblichen Rahmen einnimmt. Ich habe 3 wundervolle Kinder und meine Traumfrau für die ich gerne mehr da sein möchte. Das war in den letzten 25 Jahren natürlich viel zu kurz gekommen.  Auch würde ich gerne weitere Sprachen und Klavier spielen lernen. Zuletzt möchte ich mehr anderen Unternehmern helfen, Ihr Geschäftsmodell erfolgreich auszurichten.

 

 

Bild: STP AG

Bild: Stuart Miles / FreeDigitalPhotos.net