Zession und Globalzession

 

Zession ist die Abtretung einer Forderung vom Zedenten (Gläubiger) auf einen Zessionar (anderer Gläubiger). Sie wird vertraglich geregelt.

Unter einer Globalzession versteht man die Abtretung sämtlicher gegenwärtiger und zukünftiger Forderungen. Der Zweck einer Globalzession ist die Kreditsicherung des Kreditgebers bei gleichzeitig verringertem Arbeitsaufwand.

Eine Globalzession, die eine Übersicherung bewirkt, wird als sittenwidrig gesehen und nichtig beurteilt.

Ebenso ist eine Globalzession eines Geschäftsmannes an eine Bank sittenwidrig, da im Geschäftsverkehr oft verlängerte Eigentumsvorbehalte vereinbart werden und die Globalzession letztendlich den Geschäftsmann zum Vertragsbruch gegenüber dem Globalzedenten oder dem Geschäftspartner zwingt.

Daher vereinbaren Banken Globalzessionen, in denen die mit einem verlängerten Eigentumsvorbehalt gesicherten, branchenüblichen Forderungen ausgenommen sind. Diese Teilverzichtsklausel muss dinglich formuliert sein.

Im Insolvenzverfahren kollidieren oft Globalzession und verlängerter Eigentumsvorbehalt; deshalb kann auch hier die Sittenwidrigkeit zutreffen.