Unterhaltsschulden

 

Im Verbraucherinsolvenzverfahren unterscheidet man zwischen „alten“ und „neuen“ Unterhaltsschulden.

Unterhaltsrückstände, die in der Zeit vor der Insolvenzeröffnung aufgelaufen sind, können gemäß in den Schuldenbereinigungsplan mit aufgenommen werden. Wegen dieser „alten“ Unterhaltsschulden darf nicht über den Pfändungsfreibetrag hinaus gepfändet werden.

Wird nach Beantragung des Verbraucherinsolvenzverfahrens weiter Unterhalt nicht oder nur teilweise bezahlt, so sind dies „Neuschulden“. Die Unterhaltsgläubiger dürfen dann für diese Schulden in den sonst unpfändbaren Pfändungsfreibetrag hinein pfänden lassen. Unterhaltsverpflichtungen können per Antrag an die finanziellen Möglichkeiten des Unterhaltspflichtigen angepasst werden.

 

Mehr dazu unter §§ 40 InsO und 89 InsO.