Was ist ein Schutzschirmverfahren?

Das Schutzschirmverfahren eigentlich gemäß § 270b InsO „Vorbereitung einer Sanierung“ genannt, wurde mit dem ESUG 2012 in die Insolvenzordnung eingeführt.

Das Schutzschirmverfahren ist eine Art Eigenverwaltung zur Vorbereitung eines Insolvenzverfahrens vor der eigentlichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Wenn ein Schuldner einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung stellt, muss das Insolvenzgericht ihm bis zu 3 Monaten Zeit für die Ausarbeitung eines Insolvenzplans verschaffen. Für die 3 monatige Vorbereitungszeit wird ein vorläufiger Sachwalter vom Insolvenzgericht bestellt.

Ein Mitwirkungsrecht für einen etwa eingesetzten vorläufigen Gläubigerausschuss sieht das Gesetz an dieser Stelle grundsätzlich nicht vor, er kann jedoch aufgrund der Verweisungsnorm des § 270 InsO (Für das Verfahren gelten die allgemeinen Vorschriften, sofern hier nichts anderes bestimmt ist) koexistieren und auch gem. §270b Abs. 4 Nr. 2 die Aufhebung des Schutzschirmverfahrens beantragen.

schutzschirmverfahren

Eingangsvoraussetzungen sind:

Weitere Informationen zum Schutzschirmverfahren:
  • Unterschied von Schutzschirmverfahren und vorläufiger Eigenverwaltung nach § 270a InsO – PDF