Schlussverteilung

 

Nach Abschluss des Verfahrens erfolgt eine sog. Schlussverteilung. Hierbei wird die gesamte freie Insolvenzmasse (bei einer Liquidation alles was verwertet also verkauft wurde) unter den angemeldeten Tabellengläubigern quotal verteilt und ausgeschüttet (ausgezahlt).

Da die Insolvenzquote i.d.R. deutlich geringer ist als der Betrag der angemeldeten Tabellenforderung, sieht der Gesetzgeber in  §201 II InsO vor, dass der Gläubiger im Bezug auf seine nicht befriedigte Forderung eine vollstreckbare Ausfertigung des Tabellenauszuges durch das Gericht ausstellen lassen und mit dieser gegen den Gemeinschuldner vollstrecken kann.

Zu beachten ist hierbei, dass bei Kapitalgesellschaften (GmbH oder AG) nach Verwertung des Vermögens innerhalb des Verfahrens kein Vermögen mehr vorhanden ist und dies nur Sinn macht, wenn der Gemeinschuldner entweder eine Personengesellschaft oder eine natürliche Person ist (nur wenn im Rahmen eines Verfahrens keine Restschuldbefreiung erteilt wurde).