Was ist Restschuldbefreiung?

Restschuldbefreiung (auch RSB abgekürzt) bedeutet, dass dem „redlichen“ Schuldner nach ordnungsgemäßen Ablauf des Verbraucherinsolvenzverfahrens oder des Regelinsolvenzverfahren über eine natürliche Person seine Schulden erlassen werden. Das heißt, die am Verfahren beteiligten Insolvenzgläubiger haben keine Möglichkeit mehr, ihre (Rest-)Forderungen einzutreiben. Die Restschuldbefreiung stellt den letzten Verfahrensabschnitt des Insolvenzverfahrens über natürliche Personen dar. Sie wird durch das Gericht erteilt, wenn der Schuldner alle Obliegenheiten erfüllt hat und keine Versagungsgründe vorliegen.

Von der Restschuldbefreiung ausgenommen sind:

Geldbußen, Geldstrafen, Ordnungs- und Zwangsgelder, Verbindlichkeiten aus dem zinslosen Darlehen (Stundung), das dem Schuldner zur Begleichung der Verfahrenskosten gewährt wurde, sowie Forderungen aus vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlungen, z. B. nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge, Schadensersatz nach einem Einbruch.

Restschuldbefreiung wird erlangt, wenn der Schuldner die Wohlverhaltensphase erfolgreich durchläuft.