Prüfungsvermerk

 

Ist die Forderung eines Tabellengläubigers beim Insolvenzverwalter angemeldet erfolgt eine Prüfung der Forderung durch den Insolvenzverwalter. Hierbei wird z.B. auf Basis der Buchführung des Schuldners recherchiert, ob die Forderungsanmeldung berechtigt ist.

Das Ergebnis ist ein sogenannter Prüfvermerk:

Die Forderung ist anerkannt: Hier ist die Forderung in vollem Umfang in die Tabelle aufgenommen. Sie wird bei der Verteilung einer Quote berücksichtigt.

Die Forderung wird bestritten: Der Verwalter hat festgestellt, dass die Forderung unberechtigt ist. Hier wird i.d.R. nach dem Prüfungstermin der Gläubiger informiert und kann den Verwalter durch entsprechende Beweise vom Gegenteil überzeugen. Kommt es zu keiner Einigung, kann der Gläubiger eine Klage anstreben.

Die Forderung ist vorläufig bestritten: Hierbei ist sich entweder der Verwalter noch nicht im Klaren, ob die Forderung anerkannt werden soll, oder seine Recherchen dauern noch an. Meistens setzt sich der Verwalter mit dem/den Gläubigern zwecks weiterer Klärung in Verbindung.

Die Forderung ist für den Ausfall anerkannt: Hier besteht neben der Forderung ein Absonderungsrecht. Die Forderung ist dem Grunde nach anerkannt, nimmt aber nur an der Schlussverteilung teil, wenn Ihre Sicherheit „ausfällt“.