Insolvenzgeldvorfinanzierung

 

Sofern durch die Vorfinanzierung der Arbeitsentgelte ein erheblicher Teil der Arbeitsplätze im schuldnerischen Unternehmen erhalten werden könnte, kann der Insolvenzverwalter mit Zustimmung der Agentur für Arbeit eine sog. Insolvenzgeldvorfinanzierung durchführen. Die Agentur wird der Vorfinanzierung nur dann zustimmen, wenn eine positive Fortführungsprognose für das insolvente Unternehmen besteht.

Bei der Vorfinanzierung wird bei einer Bank durch die vorläufige Insolvenzverwaltung und die Geschäftsleitung des insolventen Betriebes ein Darlehen aufgenommen. Dazu treten die berechtigten Arbeitnehmer ihre Ansprüche, die sie gegenüber der Agentur für Arbeit haben, an den Kreditgeber ab. Dieses Darlehen wird durch die Agentur für Arbeit nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens ausgeglichen. Die Zinsen und Bearbeitungsgebühren der Bank werden aus der Insolvenzmasse bezahlt. Den Arbeitnehmern entstehen dabei keine Kosten.