Gerichtsvollzieher

 

Der Gerichtsvollzieher ist ein Beamter, dessen Aufgabe es ist, Urteile und Ladungen zuzustellen und andere Rechtstitel zu vollstrecken. Ignoriert eine Partei eine richterliche Entscheidung, darf die andere Partei nicht zur Selbsthilfe schreiten, sondern muss  den Gerichtsvollzieher beauftragen.

In der Zwangsvollstreckung heißen die Parteien Gläubiger und Schuldner. Der Gerichtsvollzieher handelt nie von Amts wegen, sondern nur auf Antrag des Gläubigers.

Der Gerichtsvollzieher kann auch vor Ort, also in der Wohnung des Schuldners, die eidesstattliche Versicherung vornehmen.

Im Zwangsvollstreckungsverfahren ist der Gerichtsvollzieher angewiesen, auf eine möglichst gütige, aber auch rasche Erledigung der Forderung zu achten. Er kann aber z. B.  nach Absprache mit dem Gläubiger, mit dem Schuldner eine Ratenzahlung vereinbaren.

Bei der Durchführung seiner Dienstgeschäfte ist der Gerichtsvollzieher an die sog. Geschäftsanweisung für Gerichtsvollzieher gebunden. Handelt er vorschriftswidrig, liegt eine Amtspflichtsverletzung vor, die unter bestimmten Umständen einen Schadensersatzanspruch begründet.