Generalbevollmächtigter

 

Ein Generalbevollmächtigter im Insolvenzverfahren kann sämtliche Rechtsgeschäfte des Geschäftsführers ausführen, die nicht als höchstpersönlich anzusehen sind (z.B. Sachverhalte, die Familien- oder Erbrecht betreffen).

Seit Einführung des Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) zum 1.3.2012 haben sich etliche Unternehmen im Rahmen des Eigenverwaltungs- (§ 270a InsO) oder des Schutzschirmverfahrens (§ 270b InsO) saniert.

In beiden Verfahrensarten gibt keinen Insolvenzverwalter, sondern lediglich einen sogenannten Sachwalter, der das Verfahren für die Gläubiger überwacht. Die unternehmerische Verantwortung leigt weiterhin in den Händen der Geschäftsführung, die den Geschäftsbetrieb in vollem Umfang fortführt. Ein neu berufener Generalbevollmächtigter verantwortet die Verfahrensschritte.