Fortführung

 

Die Fortführung ist das Gegenteil der Liquidation eines Unternehmens, d. h. das Unternehmen wird nicht stillgelegt, sondern weitergeführt.

Im Berichtstermin, der spätestens 90 Tage nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens stattfinden muss, berichtet der Insolvenzverwalter darüber, ob Voraussetzungen zur Schließung oder Fortführung des Unternehmens vorliegen. Zur Prüfung der Fortführbarkeit werden vom Insolvenzverwalter Jahresabschlüsse, die Buchhaltung, die Auftragslage, Fixkosten, liquide Mittel und sonstige betriebswirtschaftliche Zahlen ausgewertet. Liegen die Voraussetzungen für die Fortführung des insolventen Unternehmens vor, so hat das Insolvenzgericht nach Anhörung der Gläubiger die Fortführung des Unternehmens zu beschließen.

Während der Fortführung durch den Insolvenzverwalter erfolgt die Vorbereitung der Sanierung durch einen Insolvenzplan oder eine übertragende Sanierung.