Eröffnung des Insolvenzverfahrens

 

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch einen gerichtlichen Beschluss (§ 27 InsO), geht das Recht des Schuldners, das zur Insolvenzmasse gehörende Vermögen zu verwalten und über es zu verfügen, auf den Insolvenzverwalter über.

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird der Insolvenzverwalter bestellt, der in der Regel schon als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt war.

Die Insolvenzgläubiger können ihre Forderungen nun zur Insolvenztabelle anmelden.

Zwangsvollstreckungen für einzelne Insolvenzgläubiger sind während der Dauer des Insolvenzverfahrens nicht erlaubt.

Rechtsstreitigkeiten gegen den Schuldner werden unterbrochen, wenn diese das zur Insolvenzmasse gehörende Vermögen betreffen.

 

Besonderheiten: Eigenverwaltungsverfahren gem. § 270a oder § 270b InsO

Hat das Gericht die Eigenverwaltung angeordnet, so ist die Schuldnerin selbst befugt, die Insolvenzmasse zu verwalten und über sie zu verfügen.

Die Aufsicht erfolgt durch einen gerichtlich bestellten Sachwalter. Stellt er/sie fest, dass die Fortsetzung der Eigenverwaltung zu Nachteilen für die Gläubiger führen wird, so muss dies unverzüglich dem Insolvenzgericht angezeigt werden. Aufgabe der Sachwalterin oder des Sachwalters ist es auch, die angemeldeten Forderungen entgegenzunehmen und in der Insolvenztabelle zu erfassen.