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Auch in Österreich gingen im vergangenen Jahr die Insolvenzen weiter zurück – aber eine deutlich gestiegene Zahl betroffener Arbeitnehmer und hohe Insolvenzschäden trüben die zunächst erfreulich klingende Meldung.

Im Jahr 2018 meldeten insgesamt 4.980 österreichische Unternehmen Insolvenz an, so der Kreditschutzverband (KSV)1870. Das waren rund 1.9 Prozent weniger, als im Vorjahr. Es wurden 2.985 Verfahren eröffnet, 1.995 Verfahren wurden mangels Masse nicht eröffnet.

Der Rückgang der absoluten Zahlen ging allerdings mit einer um über 16 Prozent erhöhten Zahl betroffener Arbeitnehmer einher; so waren 2018 rund 19.000 „Dienstnehmer“ von den Insolvenzen ihrer Arbeitgeber betroffen. Auch die offenen Forderungen im Unternehmensbereich stiegen im Gegensatz zu den sinkenden Verfahrenszahlen um 11,2 % auf 2.071 Mio. Euro an. Größte Firmeninsolvenzen waren die Wiener Firma MFC Corporate Services ( ein Haupthandelspartner der German Pellets) mit Gläubigerforderungen in Höhe von 230 Mio. Eupr und die Niki Luftfahrt GmbH mit angemeldeten Verbindlichkeiten von rund 153 Mio. Euro.

Privatinsolvenzen auf Höchststand
Mit 10.054 Privatinsolenzen wurde im Jahr vergangenen Jahr ein Höchststand erreicht. Die 2018 zu regulierenden Schulden betrugen bei den Privatkonkursen 1.892 Milliarden Euro; wobei die Zahl der Schuldner mit Verbindlichkeiten von einer Million Euro oder mehr sich 2018 auf 180 Personen belief, wobei 520 Mio. Euro auf diese Fälle entfallen, wie der KSV 1870 meldet.

 

 

Über den KSV 1870
Der KSV 1870 ist Österreichs führender Gläubigerschutzverband und vertritt die Gläubigerinteressen von mehr 24.000 Mitgliedern in Insolvenzverfahren.