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Gut ausgestattete Insolvenzgerichte und unabhängige Insolvenzverwalter vermindern Verfahrensdauer und senken Kosten

Die Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht und Sanierung im Deutschen Anwaltverein (DAV) setzt sich auf dem 16. Deutschen Insolvenzrechtstag für weitere Stärkung der Unabhängigkeit der Insolvenzverwalter und Sachwalter ein.

Dabei seien unabhängige, fachkundige und für den Einzelfall geeignete Insolvenzverwalter neben unparteilichen, erfahrenen Insolvenzgerichten für ein effektives Insolvenzrecht grundlegend. Dieses wiederum sei, so Rechtsanwalt Jörn Weitzmann, Vorsitzender der Arge in seiner Rede auf dem Insolvenzrechtstag, ein wesentlicher Bestandteil der Checks and Balances, die den Markt funktionsfähig halten.

„Essentiell für die Checks and Balances ist, dass Transparenz im Marktgeschehen herrscht oder wiederhergestellt wird. Und dafür sind unparteiliche, fachkundige Insolvenzgerichte und von den Parteien unabhängige, für den Einzelfall geeignete Insolvenzverwalter unverzichtbar“, so Weitzmann. „Nur ein solches System kann ‚Moral Hazard‘, verhindern, also ein moralisches Fehlverhalten aufgrund ökonomischer Fehlanreize.“ Je eher ein Unternehmen in Schieflage aus dem Markt austrete oder im Rahmen eines Insolvenzverfahrens die Restrukturierung anstrebe, desto geringer seien die volkswirtschaftlichen Belastungen.

Die Arge setze sich daher für die weitere Stärkung der Unabhängigkeit der Insolvenzverwalter und Sachwalter ein, ebenso für eine zeitgemäße personelle und sachliche Ausstattung der Insolvenzgerichte und Beschwerdekammern. Die Anforderungen an die Insolvenzgerichte würden zukünftig noch weiter steigen, dem dürfe sich die Justizverwaltung nicht verschließen, so Weitmann weiter.

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Bild: AJEL / pixabay